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Was gehört zu einer guten Krebs-Nachsorge?

Nach der Krebsbehandlung empfehlen Fachleute Krebspatienten die Teilnahme an medizinischen Folgeprogrammen. Sie zielen darauf ab, die Betroffenen in dieser Phase zu unterstützen und zu begleiten. Die Nachsorge umfasst etwa den Zeitraum, in dem ein Patient noch mit den Folgen der Krankheit und ihrer Behandlung zu kämpfen hat. Sie wird in der Regel so lange fortgesetzt, bis das Rezidivrisiko deutlich gesunken ist. Die Faustregel lautet fünf Jahre.

Für einige Menschen ist es mehr, für andere weniger. Wie lange regelmäßige Termine erforderlich sind, hängt von einer Reihe von Faktoren ab, nicht nur von der Art des Krebses. Wichtig sind auch der individuelle Krankheitsverlauf sowie Nebenwirkungen und Langzeitfolgen von Krankheit und Therapie. Auch wenn und wie sich ein Krebs auf die Gesamtsituation eines Betroffenen ausgewirkt hat, spielt eine Rolle. Pauschale Richtlinien für die Nachsorge, die auf alle Krebspatienten übertragen werden könnten, gibt es nicht.

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Rehabilitation: Was unterscheidet Sie von der Nachsorge?

Lesen Sie mehr über die Rehabilitation “Reha” und die Nachsorge sollte nicht verwechselt werden: Eine Rehabilitationsmaßnahme folgt in der Regel unmittelbar nach der ersten Krebsbehandlung. Viele Betroffene entscheiden sich für eine stationäre “Reha” in einer Fachklinik, die innerhalb von in der Regel drei Wochen ein umfassendes Programm zur körperlichen Genesung und Krankheitsverarbeitung anbietet. Es ist aber auch möglich, ambulante Angebote zur Rehabilitation zu nutzen. Eine solche Maßnahme soll den Betroffenen helfen, nach der Krebsbehandlung schnell in den Alltag und möglicherweise ins Berufsleben zurückzukehren. Bis vor wenigen Jahren war der Begriff “Nachsorgekur” für eine kompakte Rehabilitationsmaßnahme üblich. Hintergrund erklärt die Krebsinformationen in einem separaten Text “Rehabilitation nach Krebs: Was hilft, gesund zu werden”. In der Praxis beginnt für die meisten Patienten die Zeit der eigentlichen Nachsorge erst mit dem Abschluss der Reha. Tatsächlich sind auch hier die Übergänge eher fließend.

Wer kümmert sich um die Nachsorge?

Als Krebspatient sollten Sie während oder kurz nach der ersten Krebsbehandlung vereinbaren, welcher Arzt der Ansprechpartner für die Nachsorge ist. In der Regel beginnen die Ärzte mit der Planung der Nachsorge bereits im Krankenhaus, in dem man zuerst wie ein Patient behandelt wurde. In der Entlassungssitzung oder zu einem gesondert vereinbarten Termin ist es wichtig, eine Lösung zu finden: Es sollte zu Ihrer eigenen Krankheitssituation passen und die persönlichen Umstände berücksichtigen. Es ist wichtig, klar zu definieren, wer wofür verantwortlich ist. Dies gilt insbesondere dann, wenn mehrere Ärzte aus verschiedenen Abteilungen und vielleicht zusätzlich andere Mediziner in die Nachsorge und Pflege einbezogen werden. So wird sichergestellt, dass jeder die notwendigen Informationen hat und Hand in Hand mit der Nachsorge arbeiten kann. Es sollte aber auch festgelegt werden, wer der Hauptverantwortliche und damit der erste Ansprechpartner ist. Wer hat Anspruch darauf?

Wie wichtig ist der Hausarzt?

Auch sollte geklärt werden, wer der Ansprechpartner für allgemeine medizinische Fragen und wer im Notfall ist. Ist die Klinik oder der Spezialist nicht am Wohnort? Dann ist es sinnvoll, für Notfälle oder andere Krankheiten und Kontakte in der Umgebung zu spezifizieren. Hierfür wird der Hausarzt in Frage gestellt: Er sollte sich dann auch über die aktuelle Therapie, Nachsorge und Weiterbehandlung informieren, auch wenn er nicht der Therapeutenarzt ist. Wenn er zum Beispiel weiß, welche Medikamente ein Krebspatient gegen den Tumor erhält, kann er seine Maßnahmen bei der Behandlung anderer Krankheiten koordinieren. Grundsätzlich ist es möglich, dass sich ein Hausarzt oder Hausarzt um die Krebsnachsorge kümmert. Die Behandlung von Krebs und die Nachsorge sind in der Regel nicht seine Spezialität. Er kann jedoch die Vermittlung von Spezialisten koordinieren und eng mit ihnen abstimmen. Nach Klärung der Verantwortlichkeiten können Befunde und Laborberichte zusammengeführt werden.

Braucht man einen Nachsorgepass?

Nachsorgepässe enthalten Informationen über den Krankheitsverlauf, die Termine der Untersuchungen sowie die einzelnen Behandlungen. In Deutschland gibt es jedoch keine einheitliche Regelung für die Gestaltung und Vergabe von Folgepässen für Tumorpatienten. Sie werden in einzelnen Kliniken oder von einzelnen medizinischen Fachgesellschaften und Fachgesellschaften angeboten. Obligatorisch oder obligatorisch sind sie es nicht.

Wie läuft die Nachsorge ab?

Medizinisch-wissenschaftliche Leitlinien zu den einzelnen Krebsarten geben Empfehlungen zu Intervallen und Dauer regelmäßiger Nachuntersuchungen. Darüber hinaus bieten diese Leitlinien weitere Hinweise für Ärzte und Betroffene: Sie enthalten Informationen darüber, welche Untersuchungen notwendig sind und wie wichtig sie sind. Diese Richtlinien werden von Experten entwickelt und regelmäßig aktualisiert. Sie geben den Ärzten Orientierung, weil sie das neueste Fachwissen bündeln und auswerten. Diese Empfehlungen stimmen die Ärzte dann auf die individuellen Risiken und Bedürfnisse eines Patienten ab.

Gemeinsam mit den an der Behandlung beteiligten Ärzten können Sie im Gespräch individuelle Nachsorgeziele festlegen. Es ist wichtig herauszufinden, was für die eigene Situation am besten ist, was wichtig ist und was weniger wichtig ist. Die folgenden Fragen können helfen, die eigene Situation zu verstehen und persönliche Ziele im Rahmen der Nachbereitung zu definieren:

  • Welche Art von Tumor habe ich?
  • Was sind die allgemeinen Richtlinienempfehlungen für die Nachsorge?
  • Welche Intervalle für die Termine und welche Untersuchungen werden dort empfohlen?
  • Wie wurde mein Krebs bisher behandelt?
  • Ist eine zusätzliche (adjuvante) Behandlung oder eine so genannte Erhaltungstherapie über einen längeren Zeitraum notwendig?
  • Muss ich dauerhaft Medikamente einnehmen?
  • Ist eine Heilung wahrscheinlich oder könnte meine Krankheit vorerst gestoppt werden?
  • Wie hoch ist mein persönliches Risiko eines Rückfalls?
  • Welche Konsequenzen hätten die Ergebnisse der Nachuntersuchungen für mich? Wie würde die Behandlung aussehen, wenn ein Rückfall festgestellt würde?
  • Wie vielversprechend wäre sie?
  • Und wäre ich bereit, mich bei einem Rückfall einer anderen Behandlung zu unterziehen?